Delegation aus Salem erfolgreich bei THIMUN in Den Haag
Diese Reise zur THIMUN war wieder einmal spannend und ausgesprochen produktiv. Für alle, die mit Model UN nicht vertraut sind: Bei Model United Nations handelt es sich um eine Simulation der Vereinten Nationen, bei der die Teilnehmenden als Delegation eines zugewiesenen Landes in verschiedenen Ausschüssen aktiv werden. Die Delegierten recherchieren, verfassen Resolutionen und debattieren mit anderen Staaten, um Lösungen für aktuelle globale Herausforderungen zu erarbeiten. Die Konferenz ist in mehrere Gremien unterteilt, die sich mit internationalen Themen wie Menschenrechten oder andauernden bewaffneten Konflikten befassen.
Nach unserer Ankunft in Den Haag und einem gemeinsamen Abendessen folgten Registrierung und Vorbereitung, bevor die eigentliche Konferenzarbeit begann. Der erste Konferenztag stand im Zeichen intensiver Lobbyarbeit. Diskutiert wurden die Themen Lebensmittelverschwendung sowie die Förderung des Handels in weniger entwickelten Ländern (LEDCs), insbesondere Binnenstaaten. In Gesprächen mit Delegierten aus Armenien, Indien, Burundi und weiteren Ländern führten wir einzelne Klauseln unserer Entwürfe zu einer gemeinsamen Resolution zusammen. Die Zusammenarbeit verlief ausgesprochen konstruktiv und zielgerichtet. Als Vertretung für die Welthandelsorganisation (WTO) setzten wir uns erfolgreich dafür ein, die Resolution zum Handel in Binnenländern vorrangig einzubringen.
In den folgenden Tagen beteiligten wir uns engagiert an weiteren Debatten, brachten Änderungsanträge ein und arbeiteten zudem am Thema Schutz des kulturellen Erbes. Besonders erfreulich war, dass die erste zur Debatte stehende Resolution unsere eigene war. Wir konnten die Eröffnungsrede halten und unsere zentralen Argumente darlegen. Der Antrag fand großen Anklang im Plenum, stieß auf nur wenige Gegenreden und wurde kaum verändert. Die sorgfältig ausgearbeiteten Klauseln überzeugten – und schließlich wurde die Resolution angenommen. Am dritten und vierten Tag standen weitere Debatten und Resolutionen auf dem Programm. Die Konferenz wurde mit einer eindrucksvollen Abschlusszeremonie beendet, die in einer musikalischen Darbietung und dem traditionellen Schwenken der Flaggen gipfelte.
Auch die Rückreise war geprägt von intensiven Gesprächen und gemeinsamer Reflexion. Trotz einer für viele anspruchsvollen und arbeitsreichen Phase war die Teilnahme jede Anstrengung wert: Wir konnten neue Freundschaften knüpfen und vor allem feststellen, dass sich die kontinuierliche Vorbereitung des gesamten Jahres ausgezahlt hat. Kurzum: eine Erfahrung, die wir jederzeit wiederholen würden.











