03/12/2025

Erster Hackathon „Lovable × Salem“

von Julia Rieß, Öffentlichkeitsarbeit
Zwei Wochen voller Ideen, Teamgeist – und beeindruckender digitaler Ergebnisse.

Wie viel Kreativität in zwei Wochen steckt, zeigte sich beim Finale des ersten Salem-Hackathons „Lovable × Salem“. Rund 40 Schülerinnen und Schüler aus Mittel- und Oberstufe hatten sich auf das Abenteuer eingelassen, erstmals eigene digitale Produkte zu entwickeln – unterstützt von der KI-Plattform Lovable, mit der Web- und App-Prototypen auch ohne Programmierkenntnisse gebaut werden können. Als erste Schule Deutschlands hat Salem hierfür eine Pilotpartnerschaft mit Lovable gestartet und gemeinsam ein Format geschaffen, das digitale Bildung mit echter Produktentwicklung verbindet.

Die sieben besten Teams präsentierten ihre Projekte vor einer Jury aus Wirtschaft, Recht und Technologie. Mit klarem Alltagsbezug setzte sich in der Mittelstufe ein Duo mit einer App durch, die die Sportaktivitäten der Schule smart bündelt: Teams, Ergebnisse und Tabellen – alles auf einen Blick. In der Oberstufe überzeugte „S-Move“, ein Buchungssystem für den internatseigenen Fuhrpark. Besonders beeindruckte die Jury, dass das Tool bereits im Internatsalltag genutzt wird und damit einen direkten Mehrwert stiftet.

Projektleiter und Salem-Altschüler Patrik Birkle zeigte sich sichtlich bewegt von der Energie der Jugendlichen: „Was ihr in so kurzer Zeit geschaffen habt, ist außergewöhnlich. Viele haben zum ersten Mal ein digitales Produkt gebaut – und das auf einem Niveau, das man zeigen kann.“ Er betonte, wie entscheidend das Zusammenspiel von Schülerinnen und Schülern, engagierten Altschülerinnen und Altschülern sowie Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen der Schule war.

Der Hackathon knüpft an Salems Anspruch an, junge Menschen ganzheitlich zu befähigen – und Technologiekompetenz als Teil verantwortungsbewusster Bildung zu stärken. Lovable eröffnet dafür einen praxisnahen Zugang: Ideen werden direkt zu funktionierenden Prototypen, Teamarbeit wird zum Motor echter Innovation.

Zum Abschluss wurde deutlich: Der Hackathon hat spürbar Neugier geweckt und Mut gemacht, digitale Ideen auszuprobieren. Wie sich das Format künftig weiterentwickelt, wird sich zeigen – doch eines hat der Abend bereits bewiesen: In Salem steckt großes Potenzial für frische Impulse, kreatives Denken und digitale Gestaltungsfreude.

Interview mit Patrik Birkle

Patrik Birkle, Salem-Alumnus und Organisator des ersten Lovable-Hackathons an der Schule Schloss Salem, erklärt im Gespräch, warum er das Projekt initiiert hat.

Q: Wie kam es zu der Idee, dieses Projekt an die Schule Schloss Salem zu bringen? 

Patrik Birkle: Anfang des Jahres habe ich begonnen, KI-Tools zum Entwickeln von Websites zu nutzen. Irgendwann dachte ich: Das wäre doch etwas für Salem. Die Schule liegt mir immer noch sehr am Herzen – auch wenn mein Abitur inzwischen zehn Jahre zurückliegt. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich etwas zurückgeben kann. Salem hat mir enorm viel mitgegeben, es ist ein ganz besonderer Ort. Also habe ich Lovable angesprochen. Die Reaktion war großartig: ‚Wir sind dabei, Ihr bekommt 100 Lizenzen.‘ Damit war klar – wir wagen den ersten Hackathon. 

Q: Arbeitet Lovable häufiger mit verschiedenen Schulen oder Institutionen zusammen?

Patrik Birkle: Soweit ich weiß, waren wir deutschlandweit die ersten, die eine solche Partnerschaft mit Lovable eingegangen sind und dieses Format gemeinsam umsetzen konnten. Das macht uns schon ein bisschen stolz. 

Q: Was nehmen die Schülerinnen und Schüler aus dem Hackathon mit? Man konnte hören, dass einige bereits erste Geschäftsideen entwickelt haben.

Patrik Birkle: Ja, tatsächlich. Ich hoffe vor allem, dass sie verstanden haben, wie vielfältig KI eingesetzt werden kann – weit über das Schreiben von Hausaufgaben hinaus. Man kann damit wirklich tolle Produkte entwickeln. Außerdem sollten sie ein Grundgefühl dafür bekommen, wie Websites aufgebaut sind und wie man Botschaften auf digitale Weise klug vermittelt. Und am wichtigsten: wie man gemeinsam im Team an einem digitalen Produkt arbeitet. Teamarbeit ist anspruchsvoller als allein vor sich hin zu tüfteln – aber sie eröffnet viel größere Möglichkeiten. Das sind die drei zentralen Lernfelder: souveräner Umgang mit KI, Basics der Webentwicklung und kollaboratives Arbeiten in digitalen Projekten.

Q: Weil das eben die Zukunft ist?

Patrik Birkle: Ja, absolut. Zu hundert Prozent.

 

Fotos: Julia Rieß | Philipp Heckmann

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