07/26/2022
Podiumsdiskussion: Waffengewalt zur Friedenssicherung?
von Esther Schiess, Abi2
Die Gemeinschaftskunde-Grundkurse des Salem College luden zu einer spannenden Veranstaltung auf den Campus Härlen ein.

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine berührt und beeinflusst auch unsere Gedanken und unser Leben hier am College maßgeblich. So kamen in unserem Alltag zuletzt immer mehr Fragen auf, unter anderem auch folgende: Soll Frieden notfalls auch mit Gewalt geschaffen werden? Um einen tieferen Einblick in die Thematik zu erhalten, organisierten wir Gemeinschaftskunde-Grundkurse aus dem Jahrgang Abi2 mit unserer Lehrerin Lea Schol eine Podiumsdiskussion am 21. Juni 2022.

Die Moderation übernahmen Anne Kohlhaas und David Freuding. Auf dem Podium saßen die Journalistin Caroline Sperling vom Bundesprogramm „Respekt Coaches“, Julia Mehlmann als Mitarbeiterin des Lehrstuhls für Internationale Sicherheitspolitik an der Zeppelin-Universität Friedrichshafen und Adrian Klein, Jugendoffizier der Bundeswehr. Sie nahmen zu vielen Fragen Stellung und wir Schüler:innen aus den Jahrgängen Abi1 und Abi2 hörten interessiert zu. Auch wenn einige Details kontrovers diskutiert wurden, so waren sich die Gäste in den Hauptfragen doch einig: Sie sprachen sich alle dafür aus, dass Waffengewalt prinzipiell von Nöten sein kann, um Frieden zu schaffen. Eine Intervention der NATO im Fallbeispiel der Ukraine dürfe jedoch auf keinen Fall erfolgen. Vielmehr betonten die Podiumsteilnehmer:innen, wie wichtig es sei, im Gespräch zu bleiben und die Kommunikation auf sozialer Ebene nicht abzubrechen, sondern auszubauen.  

Ich persönlich nahm mit großem Interesse an der Veranstaltung teil. Die im Unterricht bei Frau Schol erlernten Inhalte halfen mir beim tieferen Verständnis der Diskussionsgegenstände. Besonders erstaunt hat mich, dass sich alle Gesprächsparteien in wichtigen Fragen schnell einig wurden und sich klar gegen eine Waffengewalt seitens Dritter in diesem Konflikt aussprachen. 

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