17/12/2025

Warum wir die Dornier Stiftung feiern

von Dr. Mavi Schellenberg, Vorstandsvorsitzende Esther und Silvius Dornier Stiftung
Eine persönliche Geschichte über Chancen, Verantwortung und die nachhaltige Wirkung der Esther und Silvius Dornier Stiftung – erzählt anlässlich einer würdigen Gedenkfeier in Salem.

Vor 30 Jahren, 1995, trieben mich Neugierde, Freude am Lernen und die Hoffnung auf ein erfüllendes Lernumfeld zur Schule Schloss Salem. Ganz altmodisch: eine Anzeige in der „Zeit“ hat mich dazu inspiriert. Zu meiner eigenen Überraschung bekam ich diese Chance, finanziell unterstützt von Stipendien und der Schule selbst – und ein neuer Lebensabschnitt begann.

Zeitgleich wurde auch ein Herr Silvius Dornier initiativ, seine Tochter hatte sich gerade von der Aufnahme am Hohenfels überzeugen lassen. Die Pädagogik, das Zusammenleben am Internat, die Vielfalt des Lernens – all dies begeisterte Herrn Dornier und er entschied, unter Beratung von Herrn Dr. Bueb, eine Stiftung zu gründen.

Und so kreuzten sich unsere Wege.

Als erste Stipendiatin der Esther und Silvius Dornier Stiftung durfte ich meinen Weg in Salem fortsetzen. Es folgten seither hunderte weitere Stipendiatinnen und Stipendiaten. Junge, engagierte Menschen, die nicht nur gerne lernen und ihren eigenen Horizont erweitern, sondern sich auch aktiv am gemeinschaftlichen Leben beteiligen. Dabei den Blick zu allen Seiten offenhalten; helfen, wo Hilfe benötigt wird; führen, wo Unruhe herrscht; den eigenen Beitrag in der Gemeinschaft ernst nehmen. Die zeichnet Esther- und Silvius Dornier Stipendiatinnen und Stipendiaten aus, darüber freuen wir uns Jahr für Jahr.

Und am Samstag, den 18. Oktober 2025, durften wir nun auch den Mann feiern (auch, wenn er in seiner bescheidenen Art dies nicht gerne gesehen hätte), der diese wunderbare Welle angestoßen hat. In Salem hat alles begonnen – umso mehr freut es mich, dass nun ein kleiner Ahornbaum hier steht. Im Rahmen einer Gedenkfeier für Silvius Dornier im Garten des Rentamts wurde festlich an ihn erinnert, von der Stiftungsgründung bis hin zu den heutigen Stipendiatinnen und Stipendiaten in Salem. 

Möge der Ahornbaum wachsen, Äste hinzugewinnen, Schatten spenden, Wind und Wetter trotzen. 

Und mit einem kleinen Augenzwinkern an einen großartigen Mann erinnern.

Fotos: Felix Schellenberg 

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