03/08/2026

Gemeinsam über Grenzen hinaus

von Henri H., 9D3
Zehn Tage im Rondane-Nationalpark forderten den 9. Jahrgang heraus – und zeigten, wie Verantwortung, Ausdauer und Zusammenhalt wachsen können.

Outward Bound ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Salemer Programms. Vom 7. bis 19. Juni 2026 reisten wir – 54 Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs – in den norwegischen Rondane-Nationalpark. Was vor uns lag, war für viele von uns zunächst mit Fragen und Unsicherheit verbunden. 

Täglich legten wir rund 15 Kilometer zurück. Zelte, Schlafsäcke, Verpflegung und Kochutensilien trugen wir selbst; morgens wurde das Lager abgebaut, abends ein neues eingerichtet. Nach und nach fanden alle ihre Rolle in der Gruppe. Wir motivierten einander und übernahmen als „Leader of the Day“ Verantwortung für Route, Tempo und Pausen. 

Besonders gefordert waren wir am fünften Tag. Dauerregen, nasse Kleidung und Erschöpfung machten die Etappe zur schwersten der Reise. Gerade in diesem Moment zeigte sich, wie wichtig Zusammenhalt ist: Niemand wurde allein gelassen, und gemeinsam gingen wir weiter.
 

Ein besonderer Abschnitt war das 24-stündige Solo. Ohne Zelt, Handy oder Gesellschaft blieb Zeit für Ruhe, Gedanken und einen Brief an das zukünftige Ich. Auch der Resupply mit neuen Lebensmitteln veränderte unseren Blick auf Dinge, die im Alltag selbstverständlich erscheinen: warmes Essen, fließendes Wasser oder ein Dach über dem Kopf. 

Als wir schließlich das Base Camp erreichten, lagen viele Herausforderungen hinter uns. Wir hatten gelernt, Verantwortung zu übernehmen, durchzuhalten und mehr zu schaffen, als wir uns zuvor zugetraut hätten. Diese Erfahrungen werden uns noch lange begleiten.
 

Fotos: Andreas Jäger und Jason Corbett

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