Mehr als ein Abschluss
Es gibt Momente, in denen ein ganzer Lebensabschnitt sichtbar wird. Für 133 Absolventinnen und Absolventen war die Examensfeier 2026 ein solcher Moment: als ihre Namen aufgerufen, die Zeugnisse überreicht und schließlich die Hüte in die Luft geworfen wurden. 81 von ihnen schlossen den deutschen Abiturzweig ab, 52 das International Baccalaureate. Sie stammen aus 21 Nationen und haben Salem über Jahre hinweg als internationale Lebens- und Lerngemeinschaft geprägt.
An diesem Tag wurde nicht nur der akademische Erfolg gewürdigt. Die Examensfeier bot auch Gelegenheit, darauf zurückzublicken, wie sich Selbstständigkeit, Verlässlichkeit, und Mut sowie die Bereitschaft, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, während der Schul- und Internatszeit entwickelt haben. Diese Entwicklung beginnt oft im Kleinen – mit einer Aufgabe im Dienst, einer Herausforderung auf einer Expedition, einer neuen Freundschaft oder dem Moment, in dem man sich etwas zutraut, das zuvor undenkbar schien. Wie viel Ausdauer, Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein daraus erwachsen können, zeigte sich auch bei den Auszeichnungen des Tages: unter anderem erhielten 21 Absolventinnen und Absolventen den Duke of Edinburgh’s International Gold Award.
Gesamtleiter Henrik Fass sprach vom „Anfang des Übergangs“: Mit dem Ende der Schulzeit beginne die Freiheit, den eigenen Weg zu gestalten – und damit die Verantwortung für das eigene Denken und Handeln. Wer Salem verlässt, nimmt deshalb mehr mit als ein Zeugnis: Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, die Erfahrung echter Gemeinschaft und den Mut, den eigenen Weg zu gehen.
Fotos: Ilja Mess

























