Rückkehr in Violett

Alle zwei Jahre müssen sich die Bürger von Salem und Überlingen doch tatsächlich denken, dass wir etwas verrückt seien. Da kommen Hunderte von uns Altsalemerinnen und Altsalemern zusammen und feiern ein rauschendes Fest. Für einige von uns das erste von vielen, für andere eines von unzähligen. Nein, es ist keine Verrücktheit, die uns da zusammenkommen lässt, sondern eine unbezahlbare Gemeinschaft (und ein wenig vielleicht auch das fabelhafte Abendessen der Salemer Küche und das leckere Barbecue des Grillweltmeisters am Mittag).

Traditionell gewannen wir Altsalemerinnen und Altsalemer die Hockeyspiele gegen die Schulmannschaften und bestaunten, wie schön die Zehntscheuer in Violett aussehen kann. Doch auch eine Altsalemer Vereinigung (ASV) ändert sich, und so waren dieses Jahr an der eröffnenden Podiumsdiskussion waschechte Altsalemerinnen und Altsalemer beteiligt, die ihre Erfolgsgeschichten mit uns teilten und erzählten, wie Salem sie auf ihrem Weg beeinflusst hat. Neu war dieses Jahr auch die xVenture-Idee, die innerhalb der ASV die Möglichkeit bietet, Startups vorzustellen und zu unterstützen.

Nun berichte ich so als sei ich eine alte ASV-Häsin, dabei war es für mich die erste ASV-Pfingsttagung. Salem war für mich immer ein Zuhause, und um ehrlich zu sein, hatte ich ein wenig Bedenken, ob sich eine Tagung überhaupt so anfühlen könnte. Aber dann hörte ich die Vorträge, spürte die Energie auf der Tanzfläche und lernte tolle Menschen kennen – und mir wurde klar: Auch die ASV bietet ein Zuhause-Gefühl. Nur ein bisschen mehr violett.


Helena Uthoff, Abitur 2018