Politische Bildung auf ganz praktische Art

In der über 60-jährigen Geschichte des europäischen Einigungsprozesses fanden zahlreiche Erweiterungsrunden statt. Kaum war mit der Aufnahme von Kroatien am 1. Juli 2013 die Europäische Union auf 28 Mitgliedstaaten gewachsen, stand die Frage der Einbettung der Balkan-Staaten auf der Agenda der europäischen Politik. Wächst die EU weiter? Wie funktioniert der Erweiterungsprozess? Welche Interessen verfolgen Mitgliedstaaten sowie Beitrittskandidaten und wie können die Bürgerinnen und Bürger Einfluss nehmen?
Die Politik AG Salem startete in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, der Georg-August-Universität Göttingen und dem CIVIC Institut für internationale Bildung in Düsseldorf ein Online-EU-Planspiel für die Jahrgangsstufe 10 in Salem, um diese Fragen zu ergründen.


Einmal in die Rolle des EU-Kommissars schlüpfen


Das Planspiel gliederte sich in Beratungs- wie Verhandlungsphasen, die Online und Offline umgesetzt wurden. Auch durch Laptop und Smartphone war es so möglich, beispielsweise in der Rolle als Pressevertreter die Abläufe in den EU-Gremien zu kommentieren, als außenpolitischer Vertreter Kontakt mit der Regierung in der Heimat zu halten oder Neuigkeiten von der EU-Kommission hinaus in das Parlament zu tragen.
Der politische Tag gewährte den Schülerinnen und Schülern intensive Einblicke in EU-Entscheidungsprozesse. Dass sie in die Rollen der Akteure schlüpfen konnten, setzte besondere Motivation in Gang. Eingerahmt durch die interaktive Online-Führung inklusive des Transfers in die Realität wurden die Schülerinnen und Schüler politisch gebildet.


Dr. Alexander Kagerer für die Politik-AG Salem