12/21/2021
Scheinwerfer an und Muskeln angespannt: Die Aufführung der One-Acts
Die Theater AG am College brachte erneut Einakter auf die Bühne. Ein Teilnehmer ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen.

Es ist der 9. November 2021, nur viereinhalb Wochen vor der Premiere, und man sagt uns, dass unsere Gruppe ein 15-minütiges Stück entwickeln, inszenieren und aufführen soll. „Sie werden One-Acts genannt“, sagt Keith LeFever, Leiter der Theater AG am College. Kein Anzeichen für den bedrohlich nahen Abgabetermin in seinem Gesicht, kein Zweifel am Vertrauen in seine Schauspieler, die erst seit einer Epoche zusammen sind. Du fragst dich, warum er so viel Vertrauen in dich hat, während du zu einem Tisch mit verschiedenen Gegenständen gehst. Du sollst dir einen aussuchen und ihn als Ausgangspunkt für dein ausgedachtes Stück verwenden – aber wie sollst du dich entscheiden, wenn jeder einzelne Gegenstand zu einer eigenen fantastischen Geschichte führen kann? Der 3. Dezember, der Abgabetermin, klopft wieder an deinen Kopf an und zwingt deine Hand, in ein Meer von Objekten einzutauchen, aus dem du einen einzigen Gegenstand auswählen musst. Ein Telefon, ein Brief, ein Mord, ein Foto und ein Lied – Geschichten, die nur darauf warten, erzählt zu werden. Die Reise beginnt also...

Plötzlich stehst du auf der Bühne. Die Muskeln sind angespannt, die Scheinwerfer leuchten jeden Zentimeter deines Kostüms aus, sodass du das Publikum nicht mehr erkennen kannst. Aber du hörst ihren Applaus und ihren Jubel trotzdem. Genau in diesem Moment wird dir klar, dass sich die Wochen voller Blut, Schweiß und sicherlich auch Tränen gelohnt haben! 

Die Einakter waren spannend, aufregend, unterhaltsam und vor allem ließen sie alle wachsen, die daran beteiligt waren. Gemeinsam mit Schüler:innen des Salem Kollegs lernten wir wertvolle Lektionen in Teamarbeit, erforschten intensiv unsere Vorstellungskraft und beschenkten uns mit Bühnenerfahrung, was mit keiner anderen Aktivität vergleichbar ist. One-Acts: Ein Abend, der für immer in Erinnerung bleibt. 

Leopold Lind, IB1

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